Welche Folgen hätte es für die ländlichen Räume Brandenburgs, wenn die LEADER-Förderung ab 2028 wegfallen würde? Mit dieser Frage beschäftigten sich am 21. Mai 2026 Akteurinnen und Akteure der LEADER-Regionen in Brandenburg im Rahmen eines gemeinsamen Think Tanks.
Hintergrund der Veranstaltung sind die aktuellen Diskussionen zum zukünftigen Haushalt der Europäischen Union. Zwar soll LEADER grundsätzlich bestehen bleiben, bislang ist jedoch kein festes Budget für das Programm vorgesehen. Wie die Förderung ab 2028 konkret ausgestaltet wird, ist daher weiterhin offen.
Im Mittelpunkt des Austauschs standen die Bedeutung von LEADER für die ländlichen Räume sowie mögliche Zukunftsszenarien. Diskutiert wurde unter anderem, welche Strukturen und Impulse ohne die Förderung fehlen würden. Genannt wurden dabei insbesondere die Unterstützung des Ehrenamtes, die Begleitung regionaler Projekte, die Vernetzung von Menschen und Initiativen sowie wichtige Fördermöglichkeiten für Kommunen und Vereine. Die LEADER-Aktionsgruppen sind seit vielen Jahren verlässliche und engagierte Partner der Regionalentwicklung in den ländlichen Räumen.
Wie bedeutend LEADER für Brandenburg ist, zeigen auch die Zahlen der vergangenen Förderperiode. In den 14 LEADER-Regionen, die rund 75 Prozent der Landesfläche und etwa die Hälfte der Bevölkerung umfassen, konnten zwischen 2014 und 2022 mehr als 2.100 Projekte umgesetzt werden. Insgesamt wurden rund 390 Millionen Euro Fördermittel eingesetzt und Investitionen in Höhe von etwa 700 Millionen Euro angestoßen.
Die Veranstaltung machte deutlich, wie wichtig es ist, sich weiterhin für starke und lebenswerte ländliche Räume einzusetzen und deren Entwicklung langfristig zu sichern.
Vielen Dank an alle Teilnehmenden sowie an Stefan Gothe (kommunare GbR) für die Leitung des Workshops.