Digitalisierung in den Regionen

Welche digitalen Angebote schaffen und nutzen die ländlichen Regionen in Brandenburg?

LEADER-Region Märkische Seen: Warn-App für Bürgerinnen und Bürger

Landkreis Ostprignitz-Ruppin: Selbstfahrende Kleinbusse ab Herbst 2018

Prädikow (Amt Barnim-Oderbruch): Mitfahrapp pampa

Digitalisierung und Beteiligung

Ankündigungen und Hinweise


Bad Belzig wird Smart Village

Bei dem von der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) ausgelobten Wettbewerb Smart Village hat sich Bad Belzig unter elf sehr guten Bewerbern durchgesetzt. Die Bewerbung von Bad Belzig und dem Coworking-Projekt Coconat überzeugte die Jury durch ihre konzeptionelle Stärke und durch den bereits zum Zeitpunkt der Bewerbung erreichten Stand der digitalen Entwicklungen in Bad Belzig. Kreativen und Medienschaffenden der Region ist Bad Belzig ein Begriff, da dort in den vergangenen Jahren schon verschiedene Praxisprojekte durchgeführt wurden. Mit dem Projekt sollen neue Modelle für Medienvielfalt im ländlichen Raum erprobt werden. Beispielsweise können Medienprojekte aus dem Bereich der E-Health oder des E-Governments umgesetzt oder eine Dorf-App installiert werden. Welche Ideen zur Umsetzung gelangen, wird von den Vertretern der Stadt und den Medienexperten gemeinsam ausgewählt.


Digimobil der Verbraucherzentrale Brandenburg - als Pilotkommune im Norden Brandenburgs bewerben bis Ende Juni 2018

Ab 2019 wird die Verbraucherzentrale Brandenburg mit dem Digimobil unterwegs sein. In diesem speziellen Fahrzeug können sich Verbraucherinnen und Verbraucher mit modernster Technik per Videochat mit einem Berater oder einer Beraterin verbinden lassen. Verbraucher in den ländlichen Regionen können so unser breites Beratungsspektrum von Verträgen & Reklamation, Digitalem & Telekommunikation, Finanz- & Versicherungsrecht, Reise & Freizeit, Lebensmittel & Ernährung, Energie, Bauen & Wohnen bis deutsch-polnischem Verbraucherrecht in Anspruch nehmen.

Die Verbraucherzentrale Brandenburg bietet allen Städten mit über 5.000 Einwohnern in der Prignitz, im Landkreis Ostprignitz-Ruppin, in der Uckermark und im Norden des Landkreises Oberhavel eine Teilnahme am Pilotprojekt an. Diese Kommunen wurden durch die Verbraucherzentrale angeschrieben und können sich bis Ende Juni 2018 als Standort für das Digimobil bewerben. Die wesentliche Voraussetzung für ein Gelingen vor Ort ist, dass die Kommunen für das Digimobil einen prominenten Standplatz kostenfrei zur Verfügung stellen – z.B. vor dem Rathaus, dem Einkaufszentrum oder auf dem Markt.


26. April 2018, 9.00 Uhr - 16.00 Uhr

Entwicklung eines Social-Media-Formates zum Thema Heimat Brandenburg

In einem ersten Workshop im November 2017 haben Brandenburger Azubis erste Ideen für ein Social-Media-Format entwickelt. In diesem zweiten Workshop der Landeszentrale für Politische Bildung geht es um die Entwicklung von Prototypen für diese Social-Media-Formate. Die Prototypen werden im Frühsommer als Pilotsendungen abgedreht und veröffentlicht. Durchgeführt wird der Workshop von der Kooperative Berlin, die das bekannte YouTube-Format „Auf Klo“ produziert.  Brandenburger Azubis sind herzlich zu dem Workshop eingeladen.


Fördermittel für Internet-Hotspots - Bewerbung bis 15. Mai 2018

Kommunen aus allen 28 EU-Staaten, Norwegen und Island können sich um EU-Fördermittel für die Einrichtung von kostenlos zugänglichen öffentlichen WiFi-Spots bewerben. Die Registrierung potenzieller Bewerber ist über ein Internetportal möglich, gab die EU-Kommission bekannt. Nur registrierte Kommunen können am 15. Mai ihre Bewerbung um einen von zunächst 1.000 Gutscheinen im Wert von 15.000 Euro losschicken. An dem Tag heißt es schnell sein, denn der Antragseingang entscheidet über die Vergabe des Geldes.

Ziel der Kommissions-Initiative WiFi4EU ist es, Orte ans Netz zu bringen, die bislang keine entsprechenden Angebote haben. Die Kommunen müssen das Geld verwenden, um etwa in Bibliotheken, Museen, Bahnhöfen, öffentlichen Parks oder auf Plätzen kostenlose und werbefreie Internet-Zugangspunkte einzurichten, die eine Übertragungsgeschwindigkeit von mindestens 30 Megabit pro Sekunde bieten. Aus dem EU-Haushalt stehen 120 Mio. Euro für das Programm zur Verfügung, die über bis zu fünf Ausschreibungen bis 2020 an bis zu 8.000 Städte und Gemeinden verteilt werden. Die Gemeinden müssen die drahtlosen Internetzugänge innerhalb von 18 Monaten einrichten lassen und das Angebot mindestens drei Jahre aufrechterhalten, um die Gutscheine einlösen zu können.


Studie: Bürger vernetzen Nachbarschaften – Quartiersentwicklung nutzt digitalen Wandel

In einem Modellprojekt in Nordrhein-Westfalen haben sich 14 Initiativen und Vereine mit der Verbesserung der Lebensqualität in Stadtteilen, Quartieren und Dörfern durch digitale Anwendungen befasst. Die ausgewählten Bürgerwerkstätten nannten Bedarf an digitalen Werkzeugen für Projektmanagement, Öffentlichkeitsarbeit, die Gewinnung von Mitstreitern und Medienkompetenz. Für jede Bürgerwerkstatt sollte im Rahmen des 1,5-jährigen Projekts ein individueller Werkzeugkoffer erarbeitet werden. In Schulungen wurden diese digitalen Tools vorgestellt und erprobt und mussten sich in der täglichen Praxis der Nachbarschaftshilfe beweisen.


Breitbandausbau in Brandenburg

Breitbandzugang ist unerlässlich, um die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der Brandenburger Wirtschaft zu erhalten und zu stärken. Schnelles Internet ist aber auch ein wichtiges Kriterium, wenn es um die Wahl eines Wohnsitzes geht und darum, die Daseinsfürsorge zu sichern und zu verbessern. In den Jahren 2018 und 2019 werden fast eine halbe Milliarde Euro in den Breitbandausbau in Brandenburg fließen.

Bereits heute sind mehr als 64 Prozent der märkischen Haushalte mit einem Netzzugang versorgt, der eine Datenübertragung von mehr als 50 Mbit/s ermöglicht. Das heißt, von den 1,184 Millionen Haushalten verfügen 720.000 über mehr als 50 Mbit/s. Mit diesem Ausbaugrad ist Brandenburg in Ostdeutschland führend und auch besser versorgt als einige westdeutsche Länder wie Baden-Württemberg, Hessen oder Schleswig-Holstein. Diesen großen Erfolg hat das Land aus eigener Kraft erreicht – mit seinem Landesförderprogramm „Brandenburg Glasfaser 2020“.

Quelle: MWE

1.200 WLAN-Hotspots für Brandenburg

Das Wirtschaftsministerium Brandenburg hat ein Auftragsvolumen von 5 Mio € zur Einrichtung von WLAN-Hotspots in Brandenburg ausgeschrieben. Etwa zwei Drittel der vorgesehenen 1.200 Hotspots sind für touristische Ziele vorgesehen, die übrigen etwa gleichteilig für Landesliegenschaften und kommunale Standorte. Hotspots auf kommunale Standorte


Fast die Hälfte der Deutschen bildet sich digital weiter

Laut den Ende Januar 2018 veröffentlichten Ergebnissen einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage im Auftrag des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (Bitkom) hat mit 45 Prozent fast jede/r Zweite bereits digitale Lernformate verwendet, um sich privat weiterzubilden. Beliebt sind beispielsweise Webinare, Smartphone-Apps oder Online-Vorlesungen. Die große Bereitschaft der Deutschen zur privaten Qualifizierung – unabhängig von der jeweiligen Lernform – zeigt sich darin, dass ungefähr drei Viertel (76 Prozent) private Weiterbildungsangebote nutzen.

Unter den Befragten benutzt jede/r Fünfte kostenpflichtige Angebote. Vor allem die Nutzer/innen von sogenannten Blended-Learning-Formaten, der Kombination aus Präsenzveranstaltungen und einem digitalen Lernformat, sind bereit für digitales Lernen zu bezahlen (77 Prozent). Nutzer/innen von Lern-Apps für Smartphone und Tablet (75 Prozent) sowie von interaktiven E-Books (64 Prozent) zeigen ebenfalls eine hohe Akzeptanz. Wer PC-Lernprogramme bzw. -spiele (22 Prozent) und Online-Kurse (15 Prozent) einsetzt, gibt dafür seltener Geld aus.

Rund 90 Prozent der Befragten gaben an, dass das zeit- und ortsunabhängige Lernen für sie den entscheidenden Vorteil der digitalen gegenüber den klassischen Lernformaten darstellt. Knapp 60 Prozent waren der Ansicht, dass sie mit digitalen Formaten schneller und zielgerichteter lernen. 43 Prozent macht digitales Lernen mehr Spaß als das Lernen mit klassischen Lernformaten und traditionellen Lernmitteln wie zum Beispiel Präsenzkursen oder Fachbüchern.

Im Rahmen der von Bitkom Research durchgeführten repräsentativen Umfrage wurden im August 2017 insgesamt 1.010 Bundesbürger/innen ab 14 Jahren befragt, darunter 459 Nutzer/innen digitaler Lernformate.


Potenzial digitaler Zentren im ländlichen Raum

Im EU-Magazin ländlicher Raum des Europäisches Netzes für die Entwicklung des ländlichen Raums (ENRD), Ausgabe 24, findet sich ein ausführlicher Artikel mit Praxisbeispielen zu digitalen Zentren im ländlichen Raum.

"Digitale Zentren im ländlichen Raum können ein wichtiges Instrument auf lokaler Ebene zur Überwindung der doppelten digitalen Kluft in vielen ländlichen Regionen sein. Sie können schnelle und zuverlässige Internetzugänge und Räumlichkeiten zum Arbeiten und zur Vernetzung bereitstellen und zahlreiche Dienstleistungen zur Unterstützung von Unternehmen und Gemeinden erbringen. Sie können für Einzelpersonen ebenso wie für Unternehmen von Vorteil sein. Vor allen Dingen aber können sie die Möglichkeiten ländlicher Regionen zur Erschließung ihrer latenten Potenziale deutlich verbessern, indem sie Regionen in die Lage versetzen, die mit der modernen Digitaltechnik verbundenen Chancen für sich zu nutzen.

Digitale Zentren im ländlichen Raum sind allerdings nur dann erfolgreich, wenn sie sorgfältig geplant und hinsichtlich ihres Umfangs angemessen auf die lokalen Gegebenheiten und Bedürfnisse abgestimmt sind. Bei der Ausgestaltung von zur Nutzung der Digitaltechnik ausgelegten Räumlichkeiten hin zu humanen Räumen, die die Zusammenarbeit zwischen Einzelpersonen und Unternehmen auf allen Ebenen erleichtern, darf die Bedeutung von Mediatoren nicht unterschätzt werden."


Mehr Geld für Digitalisierung im Nachtragshaushalt für das Land Brandenburg

Die Landesregierung sieht in einem Nachtragshaushalt Mehrausgaben in Höhe von 482 Millionen Euro vor. Das Geld soll unter anderem in den Ausbau der Infrastruktur für die Digitalisierung eingesetzt werden. Für die Schaffung einer "Digitalagentur" sind beispielsweise 3 Mio Euro eingeplant. Die Breitbandförderung des Bundes wird mit Landesmitteln kofinanziert. Hinzu kommen Mittel für den Ausbau kostenloser mobiler Netzverbindungen (WLAN).


Von "schwächelnd" bis "gut aufgestellt": So digital sind Deutschlands Regionen

Die einen sind auf einem guten Weg, die anderen brauchen Hilfe: In Sachen Digitalisierung sind die Kreise und kreisfreien Städte ganz unterschiedlich aufgestellt. Ein Teil der Brandenburger Regionen wurde dem "Typ 1 - Ostdeutsche Landkreise mit großen strukturellen Herausforderungen" zugeordnet.

Um die Unterschiede zu verringern und zu verhindern, dass einzelne Regionen abgehängt werden, braucht es neben einer gesamtstaatlichen Strategie auch regionale Ansätze. Die Studie der Bertelsmann Stiftung hat die dafür nötigen Daten zusammengetragen.


E-Book zur digitalen Zukunft Ländlicher Räume

Welche Visionen haben Menschen vom Land für ihre (digitale) Zukunft in 20 Jahren? Was sind ihre Bedürfnisse und was wird gebraucht, um eine lebendige und l(i)ebenswerte Region zu bleiben? Wie können digitale Lösungen ein Stück mehr „Gleichwertigkeit“ oder gar Vorsprung gegenüber den urbanen Zentren für die ländlichen Räume bringen? 

Mit Vertretern aus verschiedenen Regionen Deutschlands, aus unterschiedlichen Branchen und mit vielfältigem Erfahrungshintergrund ist die Geschäftsstelle der Plattform Ländliche Räume der Andreas Hermes Akademie (in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Center for Responsible Research) diesen Fragen auf den Grund gegangen. Das Ergebnis dieses spannenden Prozesses können Sie in einem E-Book lesen, anschauen und hören. 


"wifi4eu" - 120 Millionen Euro für tausende Kommunen

Das Europaparlament hat dem Förderprogramm "wifi4eu" zugestimmt, mit dem Ziel, in 6.000 bis 8.000 europäischen Kommunen kostenlose Internet-Hotspots einzurichten — etwa in Parks, Krankenhäusern, Museen, Schulen oder auch Bussen. 2017 startet die neue Initiative der Kommission mit einem Budget von 120 Millionen Euro bis 2019. Zunächst geht es um die Installation modernster WLAN-Technologie in den Zentren des öffentlichen Lebens.

"Wenn der Netzausbau allen zugutekommen soll, heißt das auch, dass es keine Rolle spielen darf, wo man lebt oder wie viel man verdient. Wir schlagen deshalb heute vor, bis 2020 die wichtigsten öffentlichen Orte jedes europäischen Dorfes und jeder europäischen Stadt mit kostenlosem WLAN-Internetzugang auszustatten."
Jean-Claude JUNCKER Rede zur Lage der Union, September 2016

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