Forum News

Das Forum versendet alle zwei Wochen News an LEADER-Akteure aus Brandenburg und an Personen, die an der ländlichen Entwicklung Brandenburgs interessiert sind. Die Forum News informieren Sie über Angebote des Forums sowie Neuigkeiten im Brandenburger Netzwerk, enthalten Tipps für Veranstaltungen und Wettbewerbe deutschlandweit und greifen verschiedene Themen der ländlichen Entwicklung auf.

Hier können Sie sich für die Forum News anmelden.


Forum News 2019

Ausgabe 24 (Jan 2019)

Ausgabe 25 (März 2019)

Ausgabe 26 (April 2019)

Ausgabe 27 (Juni 2019)

Ausgabe 28 (Juli 2019)


Einladungsverteiler

Im Einladungsverteiler können Sie die Themen der ländlichen Entwicklung auswählen, zu denen Sie eine Veranstaltungsankündigung des Forums erhalten möchten. Ihre Auswahl können Sie online verwalten und jederzeit anpassen, ergänzen oder löschen. Bei Interesse tragen Sie sich bitte hier in den Einladungsverteiler ein.


Imagefilm

Zukunft Brandenburg ist, was wir draus machen!

Aktuelles vom Forum

5./6. Juni 2019

LEADER-Exkursion

Auf Einladung der LAG Rund um die Fläming-Skate vertieften die LEADER-Verantwortlichen aus den Brandenburger LAGn, Landkreisen und Regionalmanagements den kollegialen Austausch bei einer Exkursion. Anfang Juni waren wir zwei Tage rund um Jüterbog unterwegs. Die inzwischen landesweit bekannten Offenen Höfe stellten sich vor, auf dem Hof der Fläminger Genussland GmbH gewannen wir Einblick in die Herstellung und Vermarktung hochwertiger Speiseöle, die Wertschöpfung in die Region und Wirtschaftlichkeit in den Betrieb bringen. Die Dorfmitte von Wahlsdorf überzeugt mit Dorfladen und Gutshaus, Leinenwerkstatt und von Dorfbewohnern selbst gestaltetem Rastplatz mit Bücherei. Dieses Projekt wurde möglich durch die Förderung einer kleinen lokalen Initiative unter LEADER.

Neben weiteren guten und erfolgreichen Beispielen von Unternehmen und regionalen Projekten führte die Exkursion auch zu zwei Bahnhöfen mit neuer, außergewöhnlicher Nutzung. Im Bildhauer-Bahnhof in Sperenberg werden Kurse für Fachleute wie für Laien angeboten, und seit einiger Zeit sind auch Übernachtungen mit Frühstück dort möglich, nicht nur für Kursbesucher. Im Bahnhof Rehagen, der sich mittlerweile als Event-Location herumspricht, werden französisches Essen und Übernachtungen in ausrangierten, raffiniert zu kleinen Appartments ausgebauten Waggons angeboten.


15. April 2019

Kooperation von LEADER und PfD

In unterschiedlichen Formaten konnte festgestellt werden: Partnerschaften für Demokratie (PfD) und LEADER profitieren von einer Kooperation, da sie komplementäre Finanzierungsinstrumente darstellen.
LEADER fördert vor allem investive Maßnahmen, wohingegen die PfD ein breites Spektrum bis hin zu Personalkosten finanziell unterstützen kann. Weiterer Kooperationsmehrwert besteht in der Kommunikation und Vernetzung.

Im Rahmen des Forums wurde die Zusammenarbeit von PfD und Leader beim Tag des Erfahrungsaustauschs und beim Fachgespräch: Aufwachsen junger Menschen im ländlichen Raum Brandenburgs diskutiert. Die Materialien und Ergebnisse der Veranstaltung können im Veranstaltungsarchiv 2019 eingesehen werden.

Des Weiteren gibt es eine Fachwerkstattreihe vom Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) zum Thema ländlicher Raum. Unter anderem wurde auch dort 2016 und 2018 das Zusammenspiel von PfD und LEADER thematisiert. Im Herbst 2019 soll die nächste Fachwerkstatt stattfinden.

Dokumentation Fachwerkstatt 2016

Dokumentation Fachwerkstatt 2018


29. März

Jahrestagung - Zukunft und Digitalisierung der Ländlichen Räume

Am 20. März 2019 fand die Jahrestagung des Forums ländlicher Raum Netzwerk Brandenburg zum Thema: " Zukunft und Digitalisierung der Ländlichen Räume" statt.

Im Tagungshaus am Seddiner See wurde über die Digitalisierung der ländlichen Räume aus Sicht der Wissenschaft, des Ministeriums und vieler weitere Akteure im Ländlichen Raum diskutiert.
Die Vorträge und ein Nachbericht zur Tagung sind im Archiv unserer Homepage einzusehen.

23. Januar 2019

Hoher Besuch auf der Grünen Woche

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeierund Bundesministerin Julia Klöckner am Stand der Akademien für den ländlichen Raum

(Bild in der Mitte: beeindruckt vom Ergebnis des Digitaldruckers, unten: im Gespräch mit Hermann-Josef Thoben, Vorsitzender der Akademie für die Ländlichen Räume Schleswig-Holsteins)

Weitere Impressionen von der Grünen Woche


18. Januar 2019

Zukunft Brandenburg ist was wir draus machen!

Am ersten Messetag der Grünen Woche 2019 hatte unser Imagefilm zum ländlichen Raum Premiere auf der LandSchau-Bühne.

Weitere Impressionen und mehr über unsere Aktivitäten auf der Grünen Woche finden Sie hier


Dezember 2018

Strategietreffen der LEADER-Verantwortlichen

Kurz vor Weihnachten begaben sich die Verantwortlichen der LEADER-Regionen und des Ministeriums für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg in Klausur. Auch wenn die Zeit bis dahin noch lang scheint, längst laufen die Vorbereitungen für die kommende EU-Förderperiode nach 2020. In dem zweitägigen Strategietreffen wurde resümiert, inwieweit die Ziele bisher erreicht wurden, und wie die Wirkung der Förderung in den Regionen zu beurteilen ist. Die begleitende Evaluation zeigt, dass im Land Brandenburg mit LEADER viel bewegt wird, die Regionen sich entsprechend ihrer strategischen Ausrichtung weiterentwickeln und von der Dorfinitiative bis zum Unternehmer eine breite Beteiligung vorhanden ist. Die hohe Bürokratie wird zwar allseits beklagt und darauf gehofft, dass in den kommenden Jahren die eine oder andere Vereinfachung ihren Weg in die Verwaltungsabläufe und Förderverfahren findet. Trotzdem: LEADER ist und bleibt ein starker Motor für den ländlichen Raum und erfährt immer mehr Beachtung in der Politik.

Die Finanzmittel für LEADER kommen aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER). Was fördert der ELER und was sind die bisherigen Erfolge in Brandenburg? Hier finden Sie Antworten: ELER - echt einfach


November 2018

Exkursion zu wendländischen Rundlingsdörfern

Von den einst 200 Rundlingsdörfern im hannoverschen Wendland sind heute noch etwa 100 erhalten. Für eine Gebietskulisse mit insgesamt 19 gut erhaltenen Rundlingen strebt die Samtgemeinde Lüchow (Wendland) im Landkreis Lüchow-Dannenberg eine Auszeichnung als UNESCO-Weltkulturerbe an. Ein langer Atem war notwendig, um bis zu diesem Punkt zu kommen. Schon seit 50 Jahren engagiert sich ein regionaler Verein für die Aufarbeitung der Geschichte, den Erhalt und die zeitgemäße Nutzung und Wertschätzung der wendländischen Rundlingsdörfer. Im Museumsdorf Lübeln kann man die Bauweise und die verschiedenen Handwerke und landwirtschaftlichen Nutzungen voriger Jahrhunderte besichtigen und viel über die Entstehung und Besonderheiten dieser Siedlungsform lernen.

Eine Gruppe von fachkundig Interessierten aus Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt nahm das Angebot der AG Historische Dorfkerne und des Forums wahr, sich diese besondere Form ländlicher Baukultur in Niedersachsen anzuschauen.

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Oktober 2018

Workshop zu Fahrplan im Dorf und Bürgerbeteiligung

Am ersten Workshopnachmittag befassten sich die Orts- und Gemeindevertreter mit ihren nächsten Projekten und Zielen für die Ortsentwicklung. Das Erscheinungsbild des Dorfs, die Nutzung und der Bau von Gebäuden, die Verkehrssicherheit für die Schulkinder und die Gewerbebetriebe wurden ebenso thematisiert wie ein gutes und konstruktives Miteinander im Dorf. "Ich bin überrascht, dass die Interessenlage aller Beteiligten bei uns doch gleich ist. Die Ziele haben wir nun gut herausgearbeitet", so das Fazit, wie es einer der Ortsvertreter formulierte. Die Lösungswege müsse man nun gemeinsam weiter entwickeln. Im Rahmen des DorfDialog-Seminars sei die Diskussion konzentrierter und ruhiger, resümmierten die Teilnehmer/innen.

Neue Impulse für Beteiligung lernten Vertreter aus Brandenburger Gemeinden am zweiten Workshoptag kennen. Es gibt gute und originelle Beispiele zur Einbeziehung von Bürgerinnen und Bürgern: neben Einwohnerbefragungen und -versammlungen veranstalten märkische Dörfer Frühstückstafeln und Herbstpicknick am Dorfanger, Theater zur Ortsgeschichte, Zukunftswerkstätten mit Kindern und Dorfausstellungen beleben den Austausch und stärken die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger bei der Gestaltung ihres Dorfs. Für neue Ideen offen sein, echte Mitsprache und Mitwirkung aller wollen, viel darüber reden und informieren und attraktive Gemeinschaftsaktionen sind der Weg, entsprechend den Erfordernissen im Dorf die Entwicklung gemeinsam zu gestalten. Bei einem Dorfspiel waren alle mit Begeisterung dabei und schufen ihr fiktives Dorf, kneteten Gebäude, versuchten mit faszinierenden Ideen andere zum Zuzug ins eigene Dorf zu bewegen und nahmen aus dem spielerischen Austausch viele neue Ideen mit.


September 2018

Wirkung und Nutzung innerörtlicher Blühflächen - Partnerveranstaltung von Heimvolkshochschule und Blühstreifenverein

Das Interesse an dem Nachmittagsrundgang war groß: der bereitgestellte mittelgroße Reisebus reichte nicht aus, um alle Interessierten zu den ausgewählten Blühflächen in der Umgebung von Beelitz zu fahren, so dass auch noch ein PKW zum Einsatz kam. Vertreten waren Bürgermeister und Ortsvorsteher, Mitarbeiter aus Bau- und Naturschutzverwaltungen sowie private Interessierte. Die Veranstaltung war von der Heimvolkshochschule am Seddiner See und dem Verein Blühstreifen Beelitz organisiert worden. Der Verein setzt sich seit einigen Jahren für das Thema Blühstreifen und Artenvielfalt ein und hat bereits zahlreiche Landwirte und private Akteure dafür gewinnen können.

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August 2018

DorfDialog des Forums von Staatskanzlei als Demografie-Projekt des Monats ausgezeichnet

Der Fahrplan fürs Dorf, den das Forum im Rahmen des DorfDialogs anbietet, wurde von der Staatskanzlei des Landes Brandenburg als Demografie-Projekt des Monats ausgezeichnet. Im Rahmen eines aktuellen Seminars mit dem Dorf Spaatz in der Gemeinde Havelaue übergab Martin Gorholt, Chef der Staatskanzlei, (Foto Mitte) die Urkunden an den Ortsvorsteher von Spaatz, Silvio März, und Franziska Ullrich vom Forum.

Das Land vergibt diese Auszeichnung seit 9 Jahren an Projekte und Initiativen, die vor Ort zur Bewältigung des demografischen Wandels beitragen, Lösungsansätze vor Ort entwickeln und anderen als gutes Beispiel dienen können.

Mit dem Seminar Fahrplan fürs Dorf können Dörfer und Gemeinden ihre Dorfentwicklung voranbringen. Nach einem Vor-Ort-Gespräch mit Ortsbegehung, bei dem der Bedarf mit den Verantwortlichen im Ort geklärt wird, entwickelt das Forum ein individuell maßgeschneidertes Programm für das anderthalbtägige Seminar. Dieses wird im Sinne einer Klausurtagung in der Heimvolkshochschule am Seddiner See durchgeführt, so dass sich die Teilnehmenden voll und ganz darauf einlassen können. Für eine angenehme Atmosphäre und das leibliche Wohl wird gesorgt, der gesellige Austausch am Abend trägt zu Entspannung und Gemeinschaftssinn bei. Die Moderation des Seminars übernimmt das Forum, bei besonderem Bedarf können Fachleute für Beiträge zu bestimmten Themen herangezogen werden. Der Fokus liegt jedoch auf dem eigenen Erarbeiten der Themen, Ziele und Aufgaben durch die Orts- und Gemeindevertreter. Das konzentrierte Arbeiten an den vordringlichen Themen des eigenen Dorfes und der Gemeinde sowie das strukturierte Vorgehen im Rahmen der externen Moderation schaffen Klarheit über Prioritäten und die nächsten Schritte und motivieren wieder für gemeinsame Aufgaben und Projekte. Die Teilnehmenden können für dieses Seminarangebot Angebot eine Bildungsfreistellung bei ihrem Arbeitgeber beantragen.


Juni 2018

"Grün-Check" zur Ortsbildgestaltung

Der gut besuchte Workshop zur „Ortsbildgestaltung – Grün im Dorf“ brachte viele Anregungen und Erkenntnisse für die Teilnehmer/innen ebenso wie für die Fachleute und Veranstalter.

Attraktiv gestaltete Orte entwickeln sich öfter zu lebendigen und wirtschaftlich gut aufgestellten Dörfern, das zeigte Gerd Strütt am Beispiel mehrerer brandenburgischer Dörfer, an deren Gestaltung er als Landschaftsarchitekt in den 90er Jahre beteiligt war.

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Mai 2018

Vorauswahl des Brandenburger Kandidaten für bundesweiten Wettbewerb "Gemeinsam stark sein"

Mit dem Wettbewerb zeichnet die Deutsche Vernetzungsstelle Ländliche Räume (dvs) die besten Projekte aus den LEADER-, ILE- und Vital-Regionen der Bundesländern aus. Ziel ist es, beispielhafte und originelle Projekte zu ehren und über die regionalen Grenzen hinaus bekannt zu machen.

Beim letzten Wettbewerb wurde das Brandenburger Projekt "Bürger- und Kreativhaus Zur alten Mühle Bruchmühle" als Bundessieger gekürt.

Das Forum begleitet die Vorauswahl des diesjährigen Brandenburger Kandidaten aus dem Bereich Tourismus und Naherholung. mehr


Mai 2018

DorfDialog - gute Ergebnisse für Groß Leuthen

Die Gemeinde Märkische Heide hat den DorfDialog des Forums genutzt, um sich ausführlich mit der Ortsentwicklung von Groß Leuthen zu befassen. Die Bürgermeisterin, Annett Lehmann, und Mitarbeiterinnen der Verwaltung, mehrere Ortsvorsteher aus der Gemeinde sowie Vertreter einer Bürgerinitiative trafen sich an einem sonnigen Samstag im Mai und diskutierten engagiert und mit Sachkenntnis, in welche Richtung sich das Dorf und die Gemeinde entwickeln können und welche Projekte vorrangig sind. Der Tourismus wurde als wichtiges Zugpferd eingeschätzt, um die Wirtschaftskraft anzukurbeln und so auch mehr Mittel für die Daseinsvorsorge zu generieren. Mit dem Ausbau des Wegenetzes, der Vermarktung regionaler Produkte und der Inwertsetzung der Naturräume sowie kulturellen Angeboten sind für den Tourismus mehrere Teilvorhaben zu bearbeiten. So kommt dieses Thema ganz oben auf die Agenda für die kommenden Monate. Melanie Kossatz, Regionalmanagerin der LEADER-Region Spreewald Plus stellte die Fördermöglichkeiten vor, die für das Gemeindeentwicklungskonzept oder für Investitionen in Märkische Heide in Frage kommen. Damit gibt es auch gute Perspektiven für die konkrete Umsetzung. Nun gilt es, die konkreten Aufgaben zu definieren und Verantwortliche zu bestimmen. Am Engagement in der Gemeinde Märkische Heide wird dies sicher nicht scheitern. Die Teilnehmenden des Workshops waren sehr zufrieden mit dem Ergebnis und dankbar für den Austausch, der das gemeinsame Verständnis für die Dorfentwicklung gestärkt habe.


März/April 2018

Einzigartige Verkaufsargumente im Dorfladen

Wer glaubt, in einem Dorfladen eine übersichtliche Auswahl von Artikeln in verstaubten Regalen zu finden, irrt sich. Dorfläden haben mittlerweile ein breites Sortiment und verstehen es immer mehr, ihre Kunden mit besonderen Angeboten, regionalen Produkten und persönlicher Ansprache zu locken.

Beim Marketing wird ihnen ebenso viel abverlangt wie etablierten Handelsketten. Produkte, Qualität und Preise müssen stimmen, nur eine attraktive Präsentation der Waren lässt die Käufer zugreifen und auch im Dorfladen sind Aktionen üblich, die auf besondere Angebote aufmerksam machen und die Kundenbindung erhöhen. Dabei können Bewohner des Dorfes und stille Gesellschafter schon bei der Gründung des Ladens durch Beteiligungsaktionen gewonnen werden. Mit Regionalität, frischen Produkten als Kernangebot und der Nähe zum Kunden können Dorfläden trumpfen und trotz kleinerem Einzugsbereich und weniger Marktmacht ihren individuellen Erfolg sichern.

Unabdingbar ist eine professionelle Betriebsführung. Die Rechtsform ist sorgfältig abzuwiegen, um schlanke Strukturen einerseits sowie Rechtssicherheit und klare Zuständigkeiten auf der anderen Seite zu gewährleisten. Insbesondere, darauf wies der Referent Wolfgang Gröll aus dem bundesweiten Dorfladen-Netzwerk hin, ist der wirtschaftliche Betrieb des Ladens von sozialen und kulturellen Angeboten für Bürger/innen und Bürger, die oft Teil eines gemeinsamen Dorfzentrums sind, gesellschaftsrechtlich erst einmal auseinanderzuhalten. Denn auch bei professionellem Vorgehen und viel Engagement der Betreiber ist ein Dorfladen kein Selbstläufer und sollte nicht mit Belangen überfordert werden, die dem Betrieb nicht dienen. Ergänzende Dienstleistungen wie Bank-, Post- oder Apothekenservice und das Dorfladen-Café sind auf der anderen Seite häufig wichtige und notwendige Ergänzungen für die Wirtschaftlichkeit des Dorfladens. Diese Standbeine sollten im Vorhinein sehr genau geprüft und mit der Gemeinde und den Bürger/innen geklärt werden. Dazu kann auf fundierte Beratung und Erfahrungswissen der verschiedenen Dorfladen-Netzwerke zurückgegriffen werden.

Zehn Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus sieben Landkreisen aus dem Land Brandenburg nahmen an dem ersten Seminar der Dorfladen-Reihe im März 2018 beim Forum teil. Darunter waren gestandene Unternehmerinnen ebenso wie Bürger/innen aus Dorfinitiativen und Ortsvorsteher. Das Fazit: jeder konnte wichtige Kenntnisse aus dem Seminar ziehen, entweder generelle Erkenntnisse zur Gründung des eigenen Dorfladens oder sehr praktische, wie zur Einbindung der Bürger/innen mit Aktionen oder zur Aufstellung des eigenen Sortiments. Mit der Ladengestaltung und dem Sortiment wird sich auch das kommende Seminar Ende April befassen, das in gleichem Rahmen und ebenfalls mit W. Gröll als Referenten am Seddiner See stattfinden wird.  Anmeldung

Und werden bald alle online einkaufen? Nein. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass sich dafür bisher kaum 4% der Bevölkerung interessieren. Mehr zu Digitalisierung und Dorfladen erfahren Sie beim dritten Seminar zum Thema Anfang November 2018.


Vom 19. bis 28. Januar waren wir auf der Grünen Woche in Berlin mehr

Was spricht für ein Leben auf dem Land?

Bei der Umfrage auf der Grünen Woche 2017  haben sich 228 Gäste an unserem Messestand beteiligt haben, 60% aus der Stadt (davon zur Hälfte aus Berlin), und 40% Menschen, die auf dem Land wohnen.

Als wichtigste Gründe für ein Leben auf dem Land wurden Natur und frische Luft, Erholungsmöglichkeiten, sowie die Nachbarschaft im Dorf genannt. Doch es wurden auch die Probleme benannt, und dafür Verbesserungsvorschläge gemacht.

Hier finden Sie alle Ergebnisse als Grafiken:IGW-2017_Ergebnisse-Umfrage


Dezember 2017

Qualität im Agrotourismus entlang der gesamten "Customer Journey"

Beim 8. Tag des ländlichen Tourismus, den der Verband pro agro e.V. gemeinsam mit dem Forum am 6. Dezember ausrichtete, wurde der Qualitätsaspekt als Kernelement des Tourismus in Brandenburg hervorgehoben. Der Gast reist in einer Region und nimmt dort den Service des Gastgewerbes und der Gastronomie, kulturelle und Freizeitangebote als Gesamteindruck wahr. Insofern ist es wichtig, dass die Qualität aller Angebote gleichermaßen hoch ist und die Anbieter Hand in Hand arbeiten, entlang der gesamten "Customer Journey".

Heute ist der Agrotourismus, zu dem die Ferien auf dem Bauernhof ebenso wie spezielle Landurlaubsangebote gehören, ein wichtiges Standbein der Wirtschaft und trägt wesentlich zur eigenen Identität der Regionen bei. Herr Dr. Fehse, Stellvertretender Vorsitzender des Landestourismusverbands Brandenburg e.V., erläuterte, dass sowohl Gäste wie Bewohner der Region die touristischen Angebote nutzen. Er betonte, dass die Erlebnisqualität wesentlich sei. Die Qualitätsoffensive des Landes richtet sich aktuell auf die Qualität der Radwege und der damit verbundenen Angebote. 14,6 Millionen Radurlaube und 45 Millionen Radausflüge verzeichnet des Land Brandenburg pro Jahr (2016).

Deutschlandweit sind 10.000 Anbieter im Agrotourismus aktiv, mit 310 Anbietern belegt Brandenburg den siebten Platz. Dafür ist der Anteil der Reiterhöfe in Brandenburg mit 40% etwa dreimal so hoch wie der bundesdeutsche Durchschnitt. Fehlende Infrastruktur wirkt sich insbesondere auf agrotouristische Anbieter ungünstig aus, so ein weiteres Ergebnis der vorgestellten Studie zum Marktpotenzial im Agrotourismus. Als Förderung werden deutschlandweit insbesondere Mittel zur Diversifizierung in der Landwirtschaft aus ELER genutzt. Erfreulich war die Erkenntnis der Forscher, dass die Förderung in Brandenburg besonders gut gelungen ist durch die vernetzten Aktivitäten und die regionalen Entwicklungsstrategien.

Die Vorträge und Ergebnisse sowie zwei Praxisbeispiele attraktiver touristischer Anbieter aus Brandenburg finden Sie im Veranstaltungsarchiv.


Erhalt und Entwicklung der Kulturlandschaft: Standortfaktor für den Ländlichen Raum

Unter diesem Titel bietet die Arge Ländlicher Raum, in der auch das Forum ländlicher Raum - Netzwerk Brandenburg Mitglied ist, eine eigene Begleitveranstaltung im Rahmen des BMEL-Zukunftsforums auf der Grünen Woche an. 

Kulturlandschaften werden vom Menschen geprägt und gleichzeitig als Heimat empfunden. Wie konstruieren wir heute Landschaft? Welche Rolle spielt sie für regionale Identitäten? Welche Perspektiven ergeben sich für planerisches Handeln? Lassen sich Dorfentwicklung, Tourismus, Landnutzung und Naturschutz so kombinieren, dass eine neue und lebenswerte Landschaft entsteht? Zu diesen Fragen werden vier Wissenschaftler ihre unterschiedlichen Untersuchungen und Erfahrungen im Umgang mit der Kulturlandschaft präsentieren. Danach besteht ausreichend Gelegenheit zum Austausch mit den Referenten.


Oktober 2017

Wohnraum für jung und alt – anders leben im Dorf

Einen Fahrplan für’s Dorf zum neuen Wohnen erarbeiteten sich VertreterInnen aus der Gemeinde Bronkow (Amt Altdöbern, Landkreis Oberspreewald-Lausitz) und dem havelländischen Pausin (Ortsteil der Gemeinde Schönwalde-Glien) am 13. und 14. Oktober 2017 in der Heimvolkshochschule am Seddiner See. In diesem anderthalbtägigen Vertiefungsseminar des DorfDialogs unter fachkundiger Anleitung von Dr. Sabine Bauer vom Büro querfeldein wurden eigene Ideen und Ansätze aus den Dörfern aufgegriffen und gemeinsam weiterentwickelt.

Impuls-Beiträge zu neuen Wohnformen für ältere Mitmenschen von Hendrik Nolde (Fachstelle Altern und Pflege im Quartier) und zu Finanzierungsmöglichkeiten von Michael Franke (Regionalmanagement der LEADER-Region Energieregion Lausitzer Seenland) rundeten das DorfDialog-Seminar ab und ließen es in konkrete Handlungsschritte für das Weiterarbeiten zu Hause in den Dörfern münden. Nicht zu vergessen der Austausch untereinander von Dorf zu Dorf: er inspirierte die SeminarteilnehmerInnen und verhalf allen zu einem Motivationsschub für weitere Aktionen im eigenen Dorf. (Vorträge hier)

"Wir Vertreter der Gemeinde Bronkow waren bereits zum zweiten Mal in Seediner See und wie das erste Mal begeistert. Wir wollen uns als Vertreter und interessierte Einwohner unserer Gemeinde aktiv dafür einsetzen, dass das Leben auf dem Land lebenswert bleibt, dass wir aktiv an möglichen Entwicklungen mittun, um auch wieder einen Zuzug in unsere Gemeinde zu erreichen. Wir sind heimatverbunden und prägen mit unserer Region das Typische des Landes Brandenburg. So entwickelten wir unterschiedliche Ideen, die wir teilweise bereits aktiv umsetzen konnten bzw. noch umsetzen wollen. Dafür bekamen wir in den Seminaren tolle Beispiele zur Kenntnis, durch eine gekonnte Seminarführung wurden gemeinsam strukturierte Arbeitsschritte erarbeitet und durch die wirklich guten Fachbeiträge, Finanzierungsmöglichkeiten (Förderung) und fachspezifische Hinweise und Sachverhalte vermittelt. Das alles geschah in sehr konstruktiver und kompakter Form, so dass wir sehr viel für unsere Vorhaben mitnehmen konnten", so Martina Möller, Bürgermeisterin der Gemeinde Bronkow.

Das Seminar des DorfDialogs war ein positiver Anlass um zu sehen, wie sich die Dörfer entwickelt haben und was wir noch verändern können, um die Attraktivität unseres Dorfes weiter zu steigern. Das dann daraus resultierende angestiegene Wertgefühl wird sich nicht nur positiv auf die Stärkung der Dorfgemeinschaft auswirken, sondern auch eine gute Grundlage für die Lebensqualität und die Ansiedlung neuer Bürger schaffen“, fasste Bärbel Eitner, Ortsvorsteherin von Pausin, ihre Eindrücke zusammen.


Brandenburger on Tour – LEADER-Austausch in Litauen

Am 25.09.2017 startete eine kleine brandenburgische Delegation zunächst in die litauische Hauptstadt Vilnius. Unter der Überschrift „Herausforderungen und Chancen für die Jugendlichen im ländlichen Raum“ fanden Gespräche im litauischen Landwirtschaftsministerium und in folgenden Tagen mit LEADER-Akteuren, Bürgermeistern und engagierten Bürgern in verschiedenen litauischen Distrikten statt.

In Litauen gibt es eine ähnliche Problemlage in Hinblick auf den Wegzug von Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus den ländlichen Regionen in die Stadt wie in Brandenburg. Daher war es sehr interessant, viele (LEADER-)Projekte kennenzulernen, die diesem Wegzug entgegen wirken möchten. Mehr

Hier findet man auch ein kleines Video von dem LEADER-Austausch.


Grüne Woche

Auch im Januar 2018 wird das Forum wieder mit einem Messestand in der Halle 4.2 „Lust aufs Land“ vertreten sein, in der sich Vertreter der ländlichen Entwicklung vorstellen. Wir treten gemeinsam mit der Akademie für die ländlichen Räume Schleswig-Holstein an, unserem bewährten Partner schon in den beiden vorangegangenen Jahren. Die Brandenburger LEADER-Regionen und Projekte sind herzlich eingeladen, sich an unserem Stand zu präsentieren.

Die ersten Messetage sind vor allem dem Austausch mit der Politik, dem bundesweiten Netzwerken im Rahmen des BMEL-Zukunftsforums und Fachgesprächen zur ländlichen Entwicklung gewidmet, die wir wieder im Zirkuswagen des Jugendzirkus Ubuntu führen werden. Brandenburger Projekte haben insbesondere vom 26. bis 28. Januar Gelegenheit, sich vorzustellen, Mitmachaktionen am Stand zu organisieren, Bühnenauftritte zu bestreiten und mit den Standbesuchern ins Gespräch zu kommen. An unserem Nachbarstand präsentiert sich das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement.

Seitens des Bundes wird Digitalisierung als Schwerpunktthema zur ländlichen Entwicklung aufgerufen. Alle Standpartner in der Halle 4.2. zur ländlichen Entwicklung werden Aktionen und Mitmachangebote zu Digitalisierung anbieten.


LEADER-Tagung des Forums am 19. Juli 2017 am Seddiner See:

Zum Abschluss des ersten Halbjahres 2017 veranstaltete das Forum ländlicher Raum – Netzwerk Brandenburg eine öffentliche Tagung zu "LEADER 2014-2020: Bilanz und Ausblick", die rund 140 Teilnehmerinnen und Teilnehmer besuchten. Vertreter von Landesministerien, Verbänden, Unternehmer und Landwirte, engagierte Menschen aus Vereinen und Initiativen sowie Vertreter von Brandenburger Landkreisen, Städten und Kommunen fanden sich im Tagungshaus der Heimvolkshochschule am Seddiner See ein.

Die Vorträge, Fotos und einen Nachbericht finden Sie im Veranstaltungsarchiv.


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